Alles barrierefrei - oder was?
abgelegt im Archiv Architektur am 06.11.08
Menschengerecht oder ergonomisch zu bauen, hat nichts mit Demenz oder mit Behinderungen zu tun. Weil aber beide Erscheinungsformen menschlichen Daseins tabuisiert werden, drängt sich beim Planen und Gestalten von Hochbauten sehr oft diese Einengung ins Bewußtsein. Barrierefreiheit ist für Alle da und nicht nur für Menschen, die in irgendeiner Weise in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind. Da alle Menschen irgendwelchen Grenzen unterworfen sind, nenne ich die Barrieren in den Köpfen einiger Fachplaner und Architekten im gleichen Atemzug wie die geistigen und körperlichen Behinderungen von Menschen. Warum bin ich so frei?
Weil der Cartoonzeichner Phil Hubbe, der sich mit Multipler Sklerose auseinandersetzen muß, die gleichen Hemmschwellen bei Journalisten ausmacht, die Architekten bei Bauherren vorfinden. "Jung, gesund und barrierefrei!" Was spräche dagegen? Nichts, außer daß sich mit künstlichen Barrieren extra Geld verdienen läßt. Aber das bestimmt der Bauherr und nicht der Architekt.
Warum soll ein junger und gesunder Mensch es nicht auch bequem haben? Auf nullbarriere.de finden Fachplaner und Architekten alle Quellen zu barrierefreiem Planen und Bauen. Nicht nur das: Auch Phil Hubbe wird mit einigen seiner Cartoons vorgestellt. Den Kalender 2009 können Sie dort bestellen, um die Kreativität eines Architektenkollegen anzuregen, sich selbst eine Freude zu bereiten oder Gelegenheit zu manchem Gespräch anzuregen.
Hans Kolpak
Innovative Bausoftware
Permalink: Alles barrierefrei - oder was?
Tags: Cartoons Barrierefreiheit
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Wong
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