Auslaufmodelle: Wasserwerke und Klärwerke

Posted in Städteplanung by admin - 6.Februar.2009

Auslaufmodelle: Wasserwerke und Klärwerke

  © rbrands

bedingt durch dicht bebaute Städte und Dörfer mit versiegelten Oberflächen ist nur eine zentrale Trinkwasserversorgung und nur ein Abwassersystem mit Klärwerk möglich. Zunehmendes Wassersparen und weniger besiedelte Stadtteile lassen die ohnehin kostenträchtigen Abwässerkanäle versagen, weil versiegenden Wasserströme die Rohre und Kanäle versicken lassen. Immer öfter muß nachgespült werden, um die Funktionalität zu wahren.

Immer mehr Eigentümer sammeln Regenwasser für die Gartenbewässerung und als Grauwasser für die Toiletten oder Waschmaschinen. Das auf den Grundstücken verdunstete Wasser fehlt in den Abwasserrohren. Fachplaner und Architekten müssen sich mit veränderten Verhältnissen in der Wasserversorgung von Gebäuden und der Abwasserentsorgung von Grundstücken auseinandersetzen.

Und trotzdem ist der Trend wichtig und richtig. Studentenwerk Mannheim: Grauwassernutzung wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Bauens. "Mit modernster Haustechnik lässt sich in den Haushalten der Industriestaaten ökonomisch und ökologisch sinnvoll die Hälfte des täglich anfallenden Trink- und Abwasserbedarfs einsparen und damit die regionalen Wasservorräte langfristig sichern.

Mit GEP-Grauwasseranlagen zur Aufbereitung von leicht verschmutztem häuslichem Abwasser aus Dusche, Badewanne und Handwaschbecken zu hygienisch einwandfreiem Betriebswasser wird dies für den Anwender sehr komfortabel realisiert."

Damit haben auch die Bauherren in dichter Besiedlung eine Chance, Wasser zu sparen. Geld gespart wird dadurch nicht gespart, denn die Fixkosten der Wasserwerke und Klärwerke bleiben, und können aufgrund dieser Sparentwicklungen nur durch höhere Kubikmeterpreise für Leitungswasser und Abwasser gedeckt werden.

Eine ganz andere Frage ist, wie weit eine Gemeinde geht, das Bohren von Brunnen und das Anlegen von Sickergruben vermehrt zuzulassen, um teilweise die Wasserversorgung zu dezentralisieren. Wasserrohre kosten Geld und verschlechtern die Wasserqualität. Der größte Qualitätsverlust jedoch stammt aus den hohen Drücken und den Verwirbelungen in den Rohren. Das Zusetzen von Fremdstoffen zum Reinhalten des Wassers ist dagegen vergleichsweise harmlos.

Städteplaner sind hier mit Planungszeiträumen von 50 und 100 Jahren konfrontiert. Für ein Gebäude sind die Planungszeiträume mit 20 bis 30 Jahren wesentlich kürzer.

Hans Kolpak
Innovative Bausoftware



Tags: Kommentare

Hinterlasse eine Antwort