BAU 2009: Passivhaus-Forum am 15.1.

Posted in Messen by admin - 7.Januar.2009

An zwei Tagen erfahren Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, sowie Architekten, Bauingenieure, Fachplaner, Bauherren und Interessierte um den Wert und die Notwendigkeit des Passivhaus-Prinzips, das für viel sonnige Standorte geeignet ist, aber immer noch nicht umfassend genutzt wird, um Primärenegie zu sparen. Warum sollten mehr Bauherren dieses Prinzip ins Auge fassen und von einem Architekten und den Fachplanern umsetzen lassen?

Der Wikipedia-Artikel bringt es auf den Punkt: "Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem die thermische Behaglichkeit (ISO 7730) allein durch Nachheizen oder Nachkühlen des Frischluftvolumenstroms, der für ausreichende Luftqualität (DIN 1946) erforderlich ist, gewährleistet werden kann – ohne dazu zusätzlich Umluft zu verwenden."

Als ich Ende 1999 das erste Mal von dem Passivhausprinzip erfuhr und mehre total unterschiedlich konzipierte Häuser besichtigte, gewann ich einen Eindruck von dem gewaltigen Potential, in Neubauten Energie zu sparen UND auf die gesundheitsschädlichen Pfuschereien konventioneller Staubschleudern und Bakterienschleudern zu verzichten.

Grob vereinfacht: Der spezifische Aufwand für das Passivhausprinzip amortisiert sich bereits in der Planung durch Wegfall tradiotioneller Bauteile wie Heizungen und Fenster, die geöffnet werden. Sie werden zwar Notfenster vorsehen, aber auf eine Notheizung werden Sie verzichten. Denn die funktioniert auch nur, solange 230 Volt für die Umlaufpumpe da sind.

Und für die Zwangsbelüftung können Sie eine Notstromversorung auf der Basis von Photovoltaik planen, falls Sie sich Gedanken über das Ausfallen des Stromversorgungsnetzes machen. Jede Energie, die dort erzeugt wird, wo sie gebraucht wird, kommt ohne die Verlust aus, die mit dem Verbundnetz einhergehen. Transformation und Weiterleitung sind mit Verlustleistung und elektrischem Widerstand verbunden.

Das Ausbremsen dezentraler Strom- und Wärmeversorgung durch die dominierenden Versorgungskonzerne gehört glücklicherweise der Vergangenheit an. Immer mehr Gipsköpfe gehen in Rente. Vergleichbarer Schwachsinn ist nur noch in der Wasserversorgung und der Müllentsorgung die Regel. Die Gemeinden tun so, als bestände unser schönes Deutschland nur aus Hochhäusern. Das ist aber nachweislich nicht der Fall. Es gibt tatsächlich noch in diesem unserem Lande freistehende Einfamilienhäuser am Ende von unbefestigten Wegen, wo kein Müllwagen hinfährt.

Ach so! Sie wollten zum Passivhausforum? Soll'n Sie doch! Gerne: Wolfgang Feist.

Hans Kolpak
Innovative Bausoftware


Tags: Kommentare

Hinterlasse eine Antwort