Design-Experiment ausländischer Architekten provoziert Chinesen
Posted in Architektur by admin - 24.März.2009

Schwer nachvollziehbar ist die Wahl des Ortes und die Auswahl der teilnehmenden Architekten. Huaxi hat keinen Bedarf an einem Geschäftszentrum und der Lage mangelt es an notwendiger Infrastruktur. Die Architekten hatten nur drei Tage Zeit, sich den örtlichen Gegebenheiten zu widmen. Aus meiner bescheidenen Sicht betrachtet, haben die elf jungen Architekten nur mit Software gespielt.
Yua Jian, Architekt aus Shanghai: "Diese Entwürfe zeigen doch klar, dass diese elf internationalen Architekten zu wenig Zeit hatten, um Huaxi zu verstehen. Sie können nicht die lokale Kultur und Baugeschichte eines Ortes innert dreier Tage kennen lernen."
Peng Peigen, ein in China bekannter Architekt und Professor der Tsinghua-Universität: "Diese Entwürfen für das "Huaxis städtische Natur" – Projekt sind zu protzig und respektieren die örtlichen Gepflogenheiten nicht. Egal ob es ein Bauplan oder bloß ein Experiment war, es wirft ein falsches Licht auf uns Architekten in der Ã-ffentlichkeit."
Wenn ein Architekt dazu neigt, sich selbst ein Denkmal zu setzen, läuft er Gefahr, seinen eigenen Ruf zu beschädigen. Bauherren, Nachbarn und alle anderen Menschen, die ein Bauwerk nutzen oder es sehen, haben eigene Empfindungen, wie ein Gebäude auf sie wirkt und sie teilen ihre Eindrücke mit. Eine Provokation ist nicht automatisch eine Innovation.
Hans Kolpak
Innovative Bausoftware
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