Haus am See mit wässrigen Überraschungen
abgelegt im Archiv Architektur am 21.11.08

© elvissaEin guter Bauplan ist erst brauchbar, wenn der Planung eine sorgfältige Vorerkundung zugrundeliegt. Die Sprache allein verät es " zu Grunde liegen ". Je nach Baugrund ist ein passendes Fundament zu planen. Ist Felsen da? Ideal! Gibt es eine wasserführende Schicht? Erfordert erheblichen Aufwand, den Bau trocken zu halten, wenn unterkellert werden soll. Wo beginnt der feste Untergrund? Bei sechs Metern Tiefe? Das wird teuer!
Erst wenn alle Umstände ermittelt wurden, kann der Architekt genau genug planen. Alles andere wäre ins Blaue hineingearbeitet. Ausschreibungstexte haben nämlich nur Sinn, wenn entsprechend gebaut werden kann. Wie in der Süddeutschen Zeitung am 21.11. berichtet wurde, ging es privaten Bauherren so: Der erste Entwurf der Familie für die Bauvoranfrage war für die Katz' bzw. für Kater Fritz.
"Sicherheitshalber ließ der Architekt noch eine Bodenprobe entnehmen. Die hatte es in sich. ... Denn der Boden enthielt kurz unter der Oberfläche eine wasserführende Schicht. Außerdem stellte sich heraus, dass sich erst ab sechs Metern Tiefe tragfähige Bodenschichten befinden."
Unverhofft kommt oft. Aber nachdem diese Anfangsschwierigkeiten überwunden waren, gingen alle Bauphasen zügig voran.
Hans Kolpak
Innovative Bausoftware

© elvissa
Permalink: Haus am See mit wässrigen Überraschungen
Tags: Planung Bodenprobe Ausschreibungstext
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Wong
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