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Keine Alternative zu einfacheSteuer.de: Angela Merkel verbrennt 112 Milliarden Euro

abgelegt im Archiv Ausschreibung am 14.01.09

Keine Alternative zu einfacheSteuer.de: Angela Merkel verbrennt 112 Milliarden Euro
© World Economic Forum
Vorhaben über 200.000 Euro müssen europaweit ausgeschrieben werden. Das dauert ein viertel Jahr. Skepsis und nicht nur Zustimmung erntet die Bundesregierung unter Angela Merkel am 14. Januar 2009 für die Konjunkturmaßnahme-Pakete I und II. Angela Merkel: "Wir wollen diese Krise als Chance nutzen." Gerhard Irmler, Deutschlandfunk: "Was im sogenannten Superwahljahr vollmundig als 'Schutzschirm für Arbeitsplätze' gepriesen wird, hat die Wirkung weißer Salbe." Warum ist der Mißbrauch von Steuern untauglich, um die Volkswirtschaft zu steuern?


brand eins 10/2003 - Nicht lenken - denken: "Eine radikale Vereinfachung des Steuersystems ist möglich. Wenn die Politik sich von der Vorstellung verabschiedet, mit Steuern zu steuern. ... Doch leider rütteln die Erfahrungen in Kroatien den Träumer wieder wach. Das dort 1994 eingeführte Einfachsteuersystem wird immer mehr verwässert. Mit Steuern wird wieder Staat gemacht - sie dienen als Lenkungsinstrument, und das bringt das Dickicht der Ausnahmen und Verordnungen zum Blühen."

Weitere Quellen belegen, daß eine einfache Steuer, mit der die hoheitlichen Aufgaben von Bund, Ländern und Gemeinden finanziert wird, die beste Konjunkturrakete ist, die es geben kann. Unternehmen und Bürger schleppen sich gebeugt mühsam vorwärts und drohen jeden Augenblick unter der Last gesetzlicher Spielereien durch Behörden zusammenzubrechen.

Henrik Enderlein, Hertie School of Governance, Berlin: "Wir müssen bis 1929 zurückgehen, um über Konjunkturpakete zu sprechen, die die Dimension von heute erreichen. 1929 endete das Ganze dann irgendwann in Krieg; wir gehen davon aus, dass das heute nicht der Fall sein wird. Und deshalb fällt es uns schwer zu sagen, wie viel wir tatsächlich investieren müssen. Ich bin der Ansicht, es ist besser, jetzt viel Geld in die Hand zu nehmen, um dann gegebenenfalls sehr schnell wieder Steuern zu erhöhen oder die Steuersenkungen rückgängig zu machen, weil man merkt, die Wirtschaftslage verbessert sich wieder."

Herbert Bodner, Präsident des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie, äußert sich optimistisch: "Schon jetzt melden 31 Prozent aller Bauunternehmen Auftragsmangel, freie Kapazitäten sind also jetzt schon vorhanden, und fast jedes zweite Unternehmen rechnet für die nächsten Monate mit einer Verschlechterung der Geschäftslage."

Einen Vorteil hat die "Krise": Bankkredite sind im Augenblick fast umsonst.

Hans Kolpak
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