Technologiepark in Saransk: Kurzfristige Planung gelungen
Posted in Städteplanung by admin - 3.März.2009
Mehrfach hat der russische Präsident Putin schon geplante Technologieparks abgesagt, da nach zwei Jahren noch keine nennenswerten Ergebnisse erbracht wurden. Doch die deutsch-russische Kooperation zwischen der Stefan Scholz Generalplanung GmbH aus Hamburg und dem Moskauer Projektentwicklungsunternehmen 'Multigroup' erzielte bereits nach zwei Monaten das Ergebnis, noch in 2009 mit dem ersten Bauabschnitt zu beginnen. Wie war das möglich?
Stefan Scholz: "Wir haben unsere Stärke in der Kooperation erkannt und sind mittlerweile in der Lage, in sehr kurzen Zeiträumen auch große Projekte zu planen. Unser Vorteil: Russische Kollegen in Russland und deutsche Mitarbeiter mit Russischkenntnissen in Deutschland arbeiten zeitgleich und gleichberechtigt auf Augenhöhe an einem Projekt." Scholz ist als Generalplaner seit Jahren in Russland tätig. Sprache, Kultur und Mentalität sind ihm und seinen deutschen Kollegen bestens vertraut. Im Alltag sind die Architekten immer wieder in der Lage, auch in Russland innovative Wege zu beschreiten.
Im Einzeln gliedert sich die Generalplanung in der 300.000 Einwohner großen Stadt in folgende Projekte, die Zug um Zug angefaßt und durchgeführt werden: "Zunächst in den Technologiepark als Wissenschaftsstandort für optoelektronische Nutzungen. Unsere Planungen greifen hierbei die hohen Ansprüche des Bauherrn an Innovation, Flexibilität und Ökologie auf.
Die Flächen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt als Gründungszentrum (Businessinkubator), Labor- und Forschungsflächen sowie als Gewerberäume konzipiert. Hinzu kommen ein Hotel und ein Ableger der Universität Saransk.
Darüber hinaus sollen neben den gewerblichen Nutzungen des Technoparks im Süden des Projektgebietes übrigens direkt am Fluss Insar gelegen umfangreiche Wohngebiete auch für junge Wissenschaftler entstehen. Townhouses sind genauso vorgesehen wie Reihenhäuser und städtischer Wohnungsbau. Wir haben in unserer städtebaulichen Gesamtgestaltung auf die langjährigen Erfahrungen deutscher Stadtplanung zurückgegriffen."
Diese Pressemitteilung vom 2. März 2009 erwähne ich gerne, weil hier beispielhaft gut und schnell innovative Wege beschritten werden. Es geht doch, oder?
Hans Kolpak
Innovative Bausoftware
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